Aber ich bitte dich, Wolfgang, was ist denn das für ein simpler Denkfehler?!? Natürlich werden die 206 Milliarden zur Schuldentilgung eingesetzt. Wenn du bei Bank A 1000 Euro Schulden aufnimmst und deiner Bank B den 1000-Euro-Kredit zurückzahlst anstatt das Geld zu verficken, hast du dann etwa keine Schulden bei Bank B getilgt? Klar werden vom Staat Schulden bedient.
Hier liegt ein Verständnisproblem vor, du kannst halt einen Staat nicht mit einer schwäbischen Hausfrau (oder mit dir) vergleichen, das funktioniert nicht. Wenn du auf deine Meinung bestehst, können wir die Diskussion abbrechen, es macht keinen Sinn. Schulden sind (für einen Staat) nichts schlechtes, ich als Privatperson bin auch schuldenfrei und glücklich damit.
Recht hast du, dass der Staat in einer Wirtschaftskrise die Wirtschaft stützen muss -- damit das aber nicht vergessen wird, will ich es wenigstens hinzufügen -- und selbstverständlich auch die Opfer einer Wirtschaftskrise, um soziale Härten zu lindern. Das kann auf vielfältige Weise geschehen, wobei eine Möglichkeit Subventionen sein können (Bürokratieabbau, Verbesserung von Genehmigungspraxen, Steuersenkungen, um nur einige wenige zu nennen, sind übrigens potentiell alternative/ergänzende Maßnahmen). Die Frage ist halt, wie sinnvoll und nachhaltig das vorliegende Konjunkturpaket die Wirtschaft stützt. Und da brauchen wir uns nichts vorzumachen, das ist ziemlicher Murks.
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Wie ich bereits schrieb, ob die Maßnahmen sinnvoll sind, kann man gerne streiten. Ich halte sie im Großen und Ganzen für gut, ob es reicht wird man sehen, Deutschland kann zum Herbst oder später nochmal nachlegen, wir sind in einer guten wirtschaftlichen Lage, um die uns viele Länder beneiden.
Und selbst wenn die Maßnahmen nicht sinnvoll sind, es ist immer besser als nichts zu tun, oder wie es John Keynes sagte, der Staat müßte notfalls ein großes Loch graben und wieder zuschütten lassen, um in der Krise Arbeitsplätze zu schaffen.