also die traditonellen parteien sind doch dem grunde nach nicht mehr wählbar. was also tun ? nicht wählen ?
Die einzige Alternative, die AfD wählen. Aus dem Unzufriedenheitspotenzial sind locker 30% - 40% rauszuholen, wenn alle am Wahltag Eier in der Hose hätten und ihr Kreuz bei der AfD machen. Und dann würden die sog. "etablierten" Parteien aber saublöd gucken.
Was mich so unglaublich wütend und gleichzeitig hilflos macht, ist die Tatsache, dass ich fast nur - gut, ich verkehre zugegebenermaßen nicht in der linken Extremistenszene - auf Menschen mit ähnlichen Ansichten treffe. Das ist beim spontanen Gespräch mit der Kassiererin im Supermarkt, bei der Bäckereiverkäuferin, Freunden, die mittelständische Firmen leiten, Kollegen in einem Konzern, Stadtbediensteten, Vereinskumpel - querbeet durch alle Schichten, mittel- bis hochgebildet. Also definitv keine braunen Dumpfbacken. Genaugenommen das, was man in meiner Jugend als die "bürgerliche Mittelschicht" bezeichnete. Und wir alle sind uns in der Zweier- und Dreiergruppe einig, was wir gesellschaftlich/politisch denken und meinen, um dann gleichzeitig festzustellen, dass wir es aber nicht öffentlich artikulieren werden aus Angst vor Nachteilen in Beruf und bei der Ausübung eines Ehrenamtes, da die "öffentliche" Meinung einen als Nazi / rechtsradikal abstempeln würde. Soviel zur vielgelobten Meinungsfreiheit.
Gleichzeitig erlebe ich dann, wie "mein" CDU(!)-Bundestagsabgeordneter als Umweltexperte für die Forcierung der Einführung der Plastiktütenzwangsabgabe gefeiert wird und bei der berühmten letzten Abstimmung im Bundestag für die Homoehe gestimmt hat.
Was sollste da noch machen... ???
Ich weiß, wo ich diesmal mein Kreuz mache. Werde mich freuen, dass es irgendwas zwischen 8 und 12 Prozent werden und damit ein kleiner Stachel im Parlament gesetzt ist. Und das war's dann. Unsere Demokratie ist mühsam geworden...