Für die Damen gibt es doch sogenannte "Callboys" , also praktisch männliche Huren.
Die müssen ihre Kundin dann wohl künftig auch gummiert nehmen, wenn die kein Bußgeld zahlen soll.
Wobei da vermutlich der Sex meist bei Haus- und Hotelbesuchen stattfindet. Da gibt es keine Kontrolle.
Wie konnte ich die nur vergessen? Aber ich dachte, unsere Prinzessinnen hätten an jedem Finger gefühlt - also die - zehn Verehrer und wenn's doch mal gerade eben nicht klappen sollte, macht frau dann nicht Bildungsurlaub in Nord- oder Ostafrika oder in der Karibik?:rolleyes:
Das wirft eine interessante Frage auf: Wie ist es, wenn eine Kundin einen Dienstleister zu AO auffordert? Oder dieser diesem Wunsch seitens der Kundin Folge leistet?
Eigentlich heißt es bei dem Gesetz irgendwie "Gesetz... zum Schutze ... der Frau".
Man geht dabei wahrscheinlich einfach davon aus, dass die Frau dem Manne körperlich unterlegen sei und schneller zu ungeschütztem Verkehr gegen ihren Willen gezwungen werden könne. Doch das ist nicht richtig. Denn auch Frauen haben ihre Mittel, Männer zu irgend etwas zu überreden oder nötigen.
Es ist zwar mittlerweile erwiesen, dass das Infektionsrisiko für Männer geringer ist, als für Frauen, aber zum einen eben nur statistisch-rechnerisch, zum anderen ist dieses Risiko deshalb noch lange nicht nichtig. Nichtig für den Mann ist nur das Risiko, schwanger zu werden, aber nicht, im Falle einer Schwangerschaft, dafür finanziell gerade zu stehen...
Deshalb also ist "ein Gesetz zum Schutze der Frau" diskriminierend den Herren gegenüber und erinnert an Emanzipationsbewegungen, die über das Ziel hinaus schiessen. Denn wenn schon gesetzlich geregelter Schutz vor ungewollten Infektionen, sollte diesere allen angediehen werden, Frauen UND Männern.
Zum Schutze der Kunden dienten ja bereits herkömmliche Gesundheitsvorschriften für Prostituierte, nach welchen angemeldete Dienstleisterinnen zu regelmäßigen Untersuchungen bei offiziellen Stellen (Gesundheitsamt) verpflichtet sind, nicht nur weibliche DLs, sondern auch Callboys... Doch die Einhaltung dieser Vorschriften, insbesondere für Hobbyhuren und geringfügig herumwerkelnde Callgirls (Escort) ist auch wieder so ein Ding....
Was an dieser Stelle noch erwähnt werden müsste:
Es ist nicht so, dass Frauen versessen wären auf AO. Für die meisten macht es keinen Unterschied, ob mit oder ohne - sie sind nicht die in Gummi eingezwängten.
Im Gegenteil: Frauen haben es lieber sicher. Sie legen es nicht so auf Risiko und Nervenkitzel an, wie die Herren...
Deshalb wird die Frage, ob eine Frau einen Callboy oder einen Kunden zu AO überreden oder überzeugen will, wiederum unbedeutender - ich denke, es kommt einfach nicht so häufig vor, dass die Initiative zu AO von der Frau ausgeht.
Was die Liebesdienste männlicher DLs in der Karibik usw. angeht: Dort gibt es ja keine entsprechenden Gesetze. Genauso wenig, wie in Thailand oder sonstwo, wo sich Anhänger bestimmter Praktiken hin begeben, um deutscher Gesetzesgebung aus dem Wege zu gehen.