Im Blutspendewesen werden alle Spenden grundsätzlich getestet. Als Verfahren wird der PCR Test durchgeführt. Um Kosten zu sparen werden etliche Proben einzelner Spender gemischt. Diese Mischung wird nun einem PCR Test unterzogen. Ist das Ergebnis positiv, werden nach und nach kleinere Mischgruppen erstellt und getestet, solange bis der Verursacher festgestellt ist.
Das Verfahren, beim Blutspenden stellt einen gewissen Schutz für die Empfänger dar. Man geht davon aus, das bei den Mischungen die einem Empfänger gegeben werden, mögliche HI-Viren (bedint durch die diagnostischen Lücken) soweit verdünnt sind, das sie keine Infektion mehr auslösen können. Bei einer Infektion muss eine kritische Menge von Viren inkorporiert werden. Diese kritische Menge schwankt, aber wird in der Literatur mit ca. 1000 Viren angegeben. Dieser Zahlenwert ist eine pessimistische Schätzung und dürfte in Abhängigkeit von Alter, Zustand des Immunsystems usw. stark schwanken.
Für die Spender reicht dieser Test nicht aus. Befindet sich der Zeitraum der Blutentnahme in der diagnostischen Lücke, werden auch keine positiven Resultate gefunden. Auch wenn das Testergebnis beim PCR Test in der Probenmischung negativ sein sollte, könnte der Test beim Spender zur selben Zeit bereits positiv ausfallen.
Nicht umsonst, muss man beim Blutspenden, z.B. DRK, eine Erklärung abgeben, das man in den letzten 3 Monaten keine sexuellen Risikokontakte gehabt hat. Das ist genau der Grund, warum ich derzeit selber kein Blut spende.
Zuletzt bearbeitet von giovanni am 15.01.2015, 08:54
